Was ist die NATO?

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1 Mitgliedsstaaten

NATO-Mitglieder

Die wichtigsten Akteure des Nordatlantikpakts sind die Mitgliedsstaaten selbst.

Aktuell gibt es 29 Mitglieder.

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  • Albanien (2009)
  • Belgien (1949)
  • Bulgarien (2004)
  • Kanada (1949)
  • Kroatien (2009)
  • Tschechische Republik (1999)
  • Dänemark (1949)
  • Estland (2004)
  • Frankreich (1949)
  • Deutschland (1955)
  • Griechenland (1952)
  • Ungarn (1999)
  • Island (1949)
  • Italien (1949)
  • Lettland (2004)
  • Litauen (2004)
  • Luxemburg (1949)
  • Montenegro (2017)
  • Niederlande (1949)
  • Norwegen (1949)
  • Polen (1999)
  • Portugal (1949)
  • Rumänien (2004)
  • Slowakei (2004)
  • Slowenien (2004)
  • Spanien (1982)
  • Türkei (1952)
  • Großbritannien (1949)
  • Vereinigte Staaten von Amerika (1949)

NATO-Erweiterung

Die NATO-Mitgliedschaft ist offen für „jeden anderen europäischen Staat, der in der Lage ist, die Grundsätze dieses Vertrags zu fördern und zur Sicherheit des nordatlantischen Gebiets beizutragen.“

Die NATO verfügt auch über einen sogenannten Membership Action Plan. Dieser hilft potenziellen Mitgliedern, sich auf eine Mitgliedschaft vorzubereiten und die wesentlichen Voraussetzungen zu erfüllen, indem er praktische Ratschläge und zielgerichtete Unterstützung bietet.

 
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Bild eines NATO-Treffens

2 Grundlegendes

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2.1 Eine politische und militärische Allianz

Sicherheit in unserem alltäglichen Leben ist wesentlich für unser Wohlbefinden. Zweck der NATO ist es, mit politischen und militärischen Mitteln die Freiheit und Sicherheit ihrer Mitglieder zu garantieren.

POLITISCH — Die NATO fördert demokratische Werte und ermöglicht ihren Mitgliedern, sich in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen zu beratschlagen und zu kooperieren, um Probleme zu lösen, Vertrauen zu schaffen und langfristig Konflikte zu vermeiden.

MILITÄRISCH — Die NATO engagiert sich für die friedliche Lösung von Konflikten. Doch wenn diplomatische Anstrengungen scheitern, hat sie die militärische Macht, Operationen des Krisenmanagements durchzuführen. Diese erfolgen im Rahmen der Beistandsklausel im Gründungsvertrag der NATO – Artikel 5 des Washingtoner Vertrags – oder mit einem Mandat der Vereinten Nationen, entweder allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Ländern und internationalen Organisationen.

2.2 Kollektive Selbstverteidigung

Die NATO ist dem Prinzip verpflichtet, dass ein Angriff gegen eines oder mehrere ihrer Mitglieder einen Angriff gegen alle darstellt. Dies ist das Prinzip der kollektiven Selbstverteidigung, das in Artikel 5 des Washingtoner Vertrags niedergelegt ist.

Bislang wurde Artikel 5 nur einmal angewendet – als Antwort auf die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA.

2.3 Die Transatlantische Verbindung

Die NATO ist eine Allianz von europäischen und nordamerikanischen Ländern. Sie verbindet auf einzigartige Weise diese beiden Kontinente und ermöglicht es ihnen, sich in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen zu beratschlagen und zusammenzuarbeiten sowie gemeinsam multinationale Krisenmanagementoperationen durchzuführen.

2.4 Das strategische Konzept 2010

Strategische Konzepte halten die Kernaufgaben und -grundsätze der Allianz, ihre Werte und die Entwicklung des Sicherheitsumfelds sowie die strategischen Ziele der Allianz für die nächsten 10 Jahre fest. Das strategische Konzept 2010 definiert folgende Kernaufgaben der NATO: kollektive Selbstverteidigung, Krisenmanagement und kooperative Sicherheit.

 
 

3 Aktivitäten

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3.1 Beschlüsse und Beratungen

Täglich beratschlagen sich die Mitglieder und treffen Entscheidungen zu Sicherheitsfragen auf allen Ebenen und auf zahlreichen Gebieten.

Ein „NATO-Beschluss“ ist der Ausdruck des kollektiven Willens aller 29 Mitgliedsstaaten, da alle Entscheidungen konsensbasiert getroffen werden.

Hunderte Beamte sowie zivile und militärische Experten kommen jeden Tag ins NATO-Hauptquartier, tauschen Informationen aus, teilen Ideen und helfen nötigenfalls dabei, in Zusammenarbeit mit nationalen Vertretungen und den Mitarbeitern des NATO-Hauptquartiers Beschlüsse vorzubereiten.

3.2 Operationen und Einsätze

  • Afghanistan   Kosovo
  • Sicherung des Mittelmeers
  • Unterstützung der Afrikanischen Union

Die NATO übernimmt eine aktive Rolle in zahlreichen Operationen und Einsätzen des Krisenmanagements, einschließlich ziviler Notfalleinsätze.

Die Krisenmanagementoperationen der NATO werden nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrags oder mit einem Mandat der Vereinten Nationen durchgeführt.

3.3 Partnerschaften

Etwa 40 Drittstaaten arbeiten in einer Vielzahl von Politik- und Sicherheitsfragen mit der NATO zusammen. Diese Staaten streben einen Dialog und eine praktische Zusammenarbeit mit der NATO an und viele von ihnen tragen zu NATO-geführten Operationen und Einsätzen bei. Die NATO kooperiert überdies mit einem breiten Netzwerk von internationalen Organisationen.

Partnerstaaten verfügen nicht über dieselbe Entscheidungsbefugnis wie Mitgliedsstaaten.

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über die Partnerschaften der NATO

3.4 Entwicklung von Mitteln zur Reaktion auf Bedrohungen

Die NATO erneuert sich beständig und passt sich an, um sicherzustellen, dass ihre Politik, Ressourcen und Strukturen aktuellen und zukünftigen Bedrohungen gerecht werden und die kollektive Selbstverteidigung ihrer Mitglieder gewährleisten können.

 
 

4 Wichtige Ereignisse

 

1989

Fall der Berliner Mauer

1991

Die NATO entwickelt Partnerschaften mit früheren Gegnern nach dem Zerfall
der Sowjetunion.

1995

Die NATO führt ihre erste größere Krisenmanagementoperation in
Bosnien und Herzegowina durch.

2001

Schwere Terroranschläge in New York und Washington D.C.

Die NATO wendet zum allerersten Mal Artikel 5 an und verfolgt künftig ein breiter angelegtes Sicherheitskonzept.

2003

Die NATO übernimmt die Führung der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe – ISAF – in Afghanistan.

2010

Die NATO verabschiedet das strategische Konzept 2010 „Aktives Engagement, moderne Verteidigung“

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5 Arbeitsstrukturen

Mitgliedsstaaten

 
Militärausschuss

Internationaler Militärstab

 
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