Cyber - die Guten, die Bö
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NATO Brief
Cyber - die Guten, die Bösen, die Fehlerfreien
Die veränderte Bedrohungslage seit 2001 liegt auf der Hand. Zum Zeitpunkt der Anschläge des 11. September gab es gerade einmal 513 Millionen Internetnutzer (etwas mehr als 8 % der Weltbevölkerung). Dieser Angriff führte zu Operationen in Afghanistan, die bis heute fortdauern. Doch heute gibt es über 2,7 Milliarden Internetnutzer (oder fast 39 % der Weltbevölkerung). Es bedarf wohl keiner Erwähnung, dass ein Cyberangriff im Jahr 2001 zwar eine Behinderung dargestellt hätte, um die jedoch 90 % der Weltbevölkerung sich nicht weiter hätte kümmern müssen. Das trifft nun nicht mehr zu. Schon die Angreifer vom 11. September setzten auf innovative Methoden, und für die innovativen Terroristen von heute stellt sich der Cyberspace als wahre Fundgrube dar.
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Hacker sind die Krieger des 21. Jahrhunderts, die vielen Menschen Kopfzerbrechen bereiten. Da wir in einer zunehmend vernetzten Welt leben, finden Hacker immer mehr Gelegenheiten zu hacken, zu verwirren und zu zerstören. NATO Brief sprach mit einigen Hackern über ihre Motivation - und stellte fest, dass Hacker auch viel Gutes bewirken können.
Cybertechniken sind niemals einfach zu veranschaulichen, ohne auf zahllose Bilder von Kabeln, Tastaturen und blinkenden Computerlämpchen zurückzugreifen. Es ist NATO Brief jedoch gelungen, eine Reihe von Ereignissen und Themen zu finden, die den rasanten Anstieg der Nutzung von Cybertechniken verdeutlichen.
Welchen Schaden können Cyberangriffe eigentlich anrichten? NATO Brief hat dem ehemaligen Direktor für den Schutz der Cyberinfrastruktur im Weißen Haus die Frage gestellt, worum wir uns sorgen sollten und inwiefern wir möglicherweise weniger über das Potential von Cyberangriffen wissen, als gemeinhin dargestellt.
Die Cyberangriff-Zeitleiste von NATO Brief zeigt die chronologische Abfolge und die Schwere der Angriffe seit deren Beginn in den 1980er Jahren. Verwenden Sie die interaktive Zeitleiste, um mehr über einige der größten und verwegensten Cyberangriffe zu erfahren, die seit 1988 - dem Jahr, in dem der erste digitale Wurm losgelassen wurde - stattgefunden haben.
Wenn überhaupt ein NATO-Mitgliedstaat Cyberangriffe kennt, dann ist es Estland. In diesem Land kam es im Frühjahr 2007 zu einer Reihe spektakulärer Angriffe auf Einrichtungen im gesamten Land. NATO Brief hat den Präsidenten Estlands gefragt, was das Land daraus gelernt hat und warum dieses Gebiet seines Erachtens größere Aufmerksamkeit verdient.
So etwas wie einen Cyberkrieg gibt es nicht. Mit dieser kernigen Aussage lässt sich die Arbeit von Dr. Thomas Rid vom King's College in London zusammenfassen. Er denkt, dass Cyberangriffe keine der Bedingungen für einen Kriegszustand erfüllen. NATO Brief hat ihn gefragt, wie er zu dieser Schlussfolgerung gelangt ist und was sie für die Sicherheitspolitik bedeutet.
Sie haben keine Zeit, sich ein Video über Cyberangriffe anzusehen? Kein Problem. Für all jene, die Cyberangriffe auf Regierungseinrichtungen befürchten, stellen wir hier eine Infografik bereit, die die wichtigsten Bedrohungen (und möglichen Vermeidungstechniken) veranschaulichen. Vom Phishing bis hin zu Spam, von Big Data bis hin zu Datenlecks erklärt diese GovLoop-Infografik, worauf man wo achten sollte.
Neu beim NATO Brief?

Cyberangriffe galten früher als neue, im Entstehen begriffene Bedrohung. Wirft man einen Blick auf das Arbeitsprogramm von Präsident Obama im Juni, so scheint dieser Entstehungsprozess mittlerweile abgeschlossen zu sein.

Cyberangriffe galten früher als neue, im Entstehen begriffene Bedrohung. Wirft man einen Blick auf das Arbeitsprogramm von Präsident Obama im Juni, so scheint dieser Entstehungsprozess mittlerweile abgeschlossen zu sein.

Zunächst fand das Gipfeltreffen zwischen dem Präsidenten und dem neuen chinesischen Premier Xi Jinping statt. Bei den ersten Treffen zwischen hochrangigen Führungspersönlichkeiten geht es häufig darum, eine persönliche "Chemie" aufzubauen. Obwohl dies auch bei diesem Treffen auf der Agenda gestanden haben mag, sagte Präsident Obama, dass eine seiner ersten Handlungen darin bestanden hatte, eine direkte Warnung bezüglich der Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Beziehungen zwischen den Staaten auszusprechen. "Wir haben sehr unverblümt über dieses Thema gesprochen", sagte Obama. "Sie verstehen meines Erachtens, dass dies die Grundlagen der amerikanisch-chinesischen Beziehungen negativ beeinflussen kann."

In der Flut der Einigungen und Meinungsverschiedenheiten des G8-Gipfels in Nordirland ging die Nachricht fast unter, dass Präsident Obama und Präsident Putin die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Cyberbedrohungen vereinbart haben. Diese Gruppe wird sich regelmäßig treffen, um Themen zu erörtern, die für beide Seiten von Interesse sind, und um gemeinsame Gegenmaßnahmen zu koordinieren. Und dies sollte keine vage Zukunftsplanung bleiben, nein, die Gruppe sollte schon innerhalb eines Monats nach dieser Ankündigung eingerichtet sein.

Cyberangriffe stehen also als sehr reale Sorge auf höchster Ebene auf der Tagesordnung. Was aber kann man gegen diese Angriffe tun? Welche Rolle können Regierungen auf einem Gebiet spielen, auf dem die meisten benötigten Fähigkeiten im Privatsektor konzentriert sind - oder sogar außerhalb sowohl des privaten als auch des öffentlichen Sektors?

NATO Brief hat Stellungnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln gesammelt - vom politischen Blickwinkel eines Präsidenten über Praktiker von Cybertechniken bis hin zu Akademikern, die den Aufstieg des Cyberspace verfolgt und untersucht haben. Wir haben ebenfalls versucht zu erkunden, was mit Cybertechniken möglich und nicht möglich ist, wer sie warum benutzt, und auf welche Geschichte dieses "neue" Phänomen zurückblickt - der erste größere Cyberangriff fand tatsächlich bereits 1988 statt.

Paul King

Zitate
Michael Glenn Mullen,
Admiral der US-Navy a.D.
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Die größte exsitentielle Bedrohung, die es gibt,
liegt meines Erachtens im Cyberspace.
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