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Obamas nuklearer Traum: Yes, he can?

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Eines der ersten Versprechen von Präsident Obama war, dass er auf eine von Kernwaffen freie Welt hinarbeiten würde. NATO Brief legt dar, warum dies wichtig ist, welche Hindernisse es zu überwinden gilt und ob ein Erfolg erzielt werden kann.

 Untertitel: An / Aus

Ich habe einen Traum...

...dass meine vier kleinen Kinder...

...eines Tages in einem Land leben,

in dem sie nicht an ihrer Hautfarbe

gemessen werden, sondern

an ihrem Charakter.

Ich habe heute einen Traum!

Was wäre Amerika

ohne einen Traum?

Dort verlieh Martin Luther

King seinem Traum Ausdruck.

Auf gewisse Weise war

die Wahl von Barack Obama

die Verwirklichung dieses Traums,

über vierzig Jahre später.

Präsident Obama hat einen neuen Traum.

Einen Traum von einer Welt ohne Atomwaffen.

Heute bestätige ich klar

und voller Überzeugung

das Engagement Amerikas,

Frieden und Sicherheit in

einer Welt ohne Atomwaffen

anzustreben.

Wie realistisch ist dies,

und wie lange wird dies dauern?

Wir haben kein exaktes Zieldatum

für die Nulllösung,

aber wir müssen dieses Ziel

ständig verfolgen.

Solange ein Land Atomwaffen besitzt, werden

andere Länder diese Waffen haben wollen.

Die südliche Erdhalbkugel ist

frei von Atomwaffen.

Nicht die Meere, aber die Landmassen.

Wir werden wohl nie sicher sein,

dass dieses Thema abgehakt ist,

aber ich denke, dass wir Obama

dazu gratulieren sollten,

das Thema aufgegriffen und sich

so intensiv darum gekümmert zu haben.

Ob es vollständig gelingen wird,

weiß ich nicht - ich hoffe es.

Zunächst hätte niemand

darauf gewettet.

Das ist jetzt anders,

was sehr klug ist.

Eines der bahnbrechenden

Elemente seines Ansatzes

bestand darin, sowohl die Fehler

der Atomstaaten als auch die

der Länder zu betonen, die

den Besitz von Atomwaffen anstreben.

Er hat erkannt, dass man mit

gutem Beispiel vorangehen muss,

um glaubwürdig zu sein.

Ich denke, Obama hat

in Kairo etwas sehr Gutes gesagt.

Er sagte, kein Land hätte das

Recht, auszuwählen,

wer ein Anrecht auf

Atomwaffen hätte.

Obama sagte: Nein, in meiner

Politik sollte niemand Atomwaffen haben.

Wenn ich mich an Nordkorea wende,

sage ich: Niemand sollte sie haben.

Er macht Schluss mit der Doppelmoral.

Ein großer Schritt nach vorn.

Das möchte ich ganz klar sagen...

Ein weiteres Element ist, dass es

in den vergangenen zehn Jahren

auf diesem Gebiet kaum Fortschritte

gegeben hat.

Die Obama-Regierung hat diesen

"Winterschlaf" beendet.

In den vergangenen...

...acht Jahren, unter der

Bush-Regierung,

war es für einige Atomstaaten

sehr einfach,

sich hinter Washington zu verstecken

und Washington "nein" sagen zu lassen,

ohne selbst mit der Unzufriedenheit

der Nicht-Atomstaaten

konfrontiert zu werden.

Jetzt werden die Rollen umgekehrt.

Wir müssen jetzt einige

Erfolge erzielen,

wenn wir den Schwung in der

Bewegung hin zu einer

Welt ohne Atomwaffen

behalten möchten, der mit der

Amtseinführung von Präsident Obama

im vergangenen Jahr entstanden ist.

Nach einem Jahrzehnt

des Schlafwandelns

befürchten manche, dass eine

globale Nulllösung eine idealistische

Vision für die ferne Zukunft ist, und

kein realistisches kurzfristiges Ziel.

Wir haben diese "Global Zero"-Bewegung,

die sich auf diese Vision konzentrieren will.

Es wäre jedoch schade, wenn

dies die Dikussion auf eine Vision

lenken würde, die Jahrzehnte

in der Zukunft liegt.

Heute geht es um Atomwaffen-

Teststoppverträge, um START-Abkommen.

Präsident Obama hat sich hier auf dem

Gipfeltreffen zur nuklearen Sicherheit

die Unterstützung von über

vierzig Ländern gesichert.

Sie haben sich verpflichtet,

waffenfähiges Material zu kontrollieren

und sicherzustellen, dass es nicht

in die Hände von Terroristen fällt.

In den Wochen zuvor hat er die

Unterstützung von Russland für

eine beidseitige Reduzierung der

Atomwaffenarsenale eingeholt.

Ein weiterer Ort, an dem er für

Unterstützung werben muss,

ist hier, am Capitol Hill.

Wenn der Senat die START-Abkommen

oder andere Verträge wie Atomwaffen-

Teststoppvertrag nicht ratifiziert,

gibt es keinen wirklichen Fortschritt.

Es ist fraglich, ob der extrem

wichtige Vertrag zwischen den USA

und Russland tatsächlich

ratifiziert werden wird.

Im vergangenen Jahr, als Obama seine Rede

in Prag, London und Kairo gehalten hatte,

hofften wir, dass der US-Senat den

Atomwaffen-Teststoppvertrag

ratifizieren würde.

Jetzt steht fest, dass selbst das START-

Abkommen nicht in diesem Jahr ratifiziert wird.

Und der Teststoppvertrag ist

in weite Ferne gerückt.

Obama hat nicht die

benötigten Stimmen.

Obama hat sich in seinem ersten Jahr

intensiv um innenpolitische Themen

wie die Reform des Gesundheitswesens

gekümmert.

Nachdem dieses Kapitel abgeschlossen

ist, wendet er sich nun wieder

außenpolitischen Themen wie

dem Iran oder Nuklearmaterial zu.

Was aber bedeutet dies

für die amerikanischen Wähler?

Ist das ihnen nicht egal? Lohnen sich

die Mühe, der Geld- und Zeitaufwand?

Obama und seine Partei werden dies

bei den Zwischenwahlen herausfinden.

Und da die lautstarke Opposition

ihm bereits im Nacken sitzt,

weiß Obama, dass es nicht

leicht sein wird, Unterstützung und

Manövrierspielräume zu gewinnen.

Ich weiß, dass es für Obama nicht

ganz einfach ist, sich an den Kongress

zu wenden und zu sagen: Wir geben

ihnen eine Sicherheitsgarantie

und bieten diplomatische

Beziehungen an.

Er muss gegen eine große konservative

Strömung ankämpfen, das ist nicht einfach.

Wenn der Iran sich in die falsche Richtung bewegt,

wird er verantwortlich gemacht,

genau wie jeder Präsident.

Und ich würde wetten, dass der Iran

sich auch 2012 noch in die falsche

Richtung bewegen wird.

Manche denken, dass

Obamas Manöver

zu besseren Bedingungen für

Fortschritte auf anderen Gebieten führen.

Wenn einem ein wenig

Rüstungskontrolle gelingt,

gelangt man in einen "Engelskreis"

statt in einen Teufelskreis.

Doch im Grunde muss auf beiden

Seiten der Wunsch bestehen,

in ruhigere Gewässer mit

weniger Waffen zu gelangen.

Ich habe einen Traum...

...dass meine vier kleinen Kinder...

...eines Tages in einem Land leben,

in dem sie nicht an ihrer Hautfarbe

gemessen werden, sondern

an ihrem Charakter.

Ich habe heute einen Traum!

Was wäre Amerika

ohne einen Traum?

Dort verlieh Martin Luther

King seinem Traum Ausdruck.

Auf gewisse Weise war

die Wahl von Barack Obama

die Verwirklichung dieses Traums,

über vierzig Jahre später.

Präsident Obama hat einen neuen Traum.

Einen Traum von einer Welt ohne Atomwaffen.

Heute bestätige ich klar

und voller Überzeugung

das Engagement Amerikas,

Frieden und Sicherheit in

einer Welt ohne Atomwaffen

anzustreben.

Wie realistisch ist dies,

und wie lange wird dies dauern?

Wir haben kein exaktes Zieldatum

für die Nulllösung,

aber wir müssen dieses Ziel

ständig verfolgen.

Solange ein Land Atomwaffen besitzt, werden

andere Länder diese Waffen haben wollen.

Die südliche Erdhalbkugel ist

frei von Atomwaffen.

Nicht die Meere, aber die Landmassen.

Wir werden wohl nie sicher sein,

dass dieses Thema abgehakt ist,

aber ich denke, dass wir Obama

dazu gratulieren sollten,

das Thema aufgegriffen und sich

so intensiv darum gekümmert zu haben.

Ob es vollständig gelingen wird,

weiß ich nicht - ich hoffe es.

Zunächst hätte niemand

darauf gewettet.

Das ist jetzt anders,

was sehr klug ist.

Eines der bahnbrechenden

Elemente seines Ansatzes

bestand darin, sowohl die Fehler

der Atomstaaten als auch die

der Länder zu betonen, die

den Besitz von Atomwaffen anstreben.

Er hat erkannt, dass man mit

gutem Beispiel vorangehen muss,

um glaubwürdig zu sein.

Ich denke, Obama hat

in Kairo etwas sehr Gutes gesagt.

Er sagte, kein Land hätte das

Recht, auszuwählen,

wer ein Anrecht auf

Atomwaffen hätte.

Obama sagte: Nein, in meiner

Politik sollte niemand Atomwaffen haben.

Wenn ich mich an Nordkorea wende,

sage ich: Niemand sollte sie haben.

Er macht Schluss mit der Doppelmoral.

Ein großer Schritt nach vorn.

Das möchte ich ganz klar sagen...

Ein weiteres Element ist, dass es

in den vergangenen zehn Jahren

auf diesem Gebiet kaum Fortschritte

gegeben hat.

Die Obama-Regierung hat diesen

"Winterschlaf" beendet.

In den vergangenen...

...acht Jahren, unter der

Bush-Regierung,

war es für einige Atomstaaten

sehr einfach,

sich hinter Washington zu verstecken

und Washington "nein" sagen zu lassen,

ohne selbst mit der Unzufriedenheit

der Nicht-Atomstaaten

konfrontiert zu werden.

Jetzt werden die Rollen umgekehrt.

Wir müssen jetzt einige

Erfolge erzielen,

wenn wir den Schwung in der

Bewegung hin zu einer

Welt ohne Atomwaffen

behalten möchten, der mit der

Amtseinführung von Präsident Obama

im vergangenen Jahr entstanden ist.

Nach einem Jahrzehnt

des Schlafwandelns

befürchten manche, dass eine

globale Nulllösung eine idealistische

Vision für die ferne Zukunft ist, und

kein realistisches kurzfristiges Ziel.

Wir haben diese "Global Zero"-Bewegung,

die sich auf diese Vision konzentrieren will.

Es wäre jedoch schade, wenn

dies die Dikussion auf eine Vision

lenken würde, die Jahrzehnte

in der Zukunft liegt.

Heute geht es um Atomwaffen-

Teststoppverträge, um START-Abkommen.

Präsident Obama hat sich hier auf dem

Gipfeltreffen zur nuklearen Sicherheit

die Unterstützung von über

vierzig Ländern gesichert.

Sie haben sich verpflichtet,

waffenfähiges Material zu kontrollieren

und sicherzustellen, dass es nicht

in die Hände von Terroristen fällt.

In den Wochen zuvor hat er die

Unterstützung von Russland für

eine beidseitige Reduzierung der

Atomwaffenarsenale eingeholt.

Ein weiterer Ort, an dem er für

Unterstützung werben muss,

ist hier, am Capitol Hill.

Wenn der Senat die START-Abkommen

oder andere Verträge wie Atomwaffen-

Teststoppvertrag nicht ratifiziert,

gibt es keinen wirklichen Fortschritt.

Es ist fraglich, ob der extrem

wichtige Vertrag zwischen den USA

und Russland tatsächlich

ratifiziert werden wird.

Im vergangenen Jahr, als Obama seine Rede

in Prag, London und Kairo gehalten hatte,

hofften wir, dass der US-Senat den

Atomwaffen-Teststoppvertrag

ratifizieren würde.

Jetzt steht fest, dass selbst das START-

Abkommen nicht in diesem Jahr ratifiziert wird.

Und der Teststoppvertrag ist

in weite Ferne gerückt.

Obama hat nicht die

benötigten Stimmen.

Obama hat sich in seinem ersten Jahr

intensiv um innenpolitische Themen

wie die Reform des Gesundheitswesens

gekümmert.

Nachdem dieses Kapitel abgeschlossen

ist, wendet er sich nun wieder

außenpolitischen Themen wie

dem Iran oder Nuklearmaterial zu.

Was aber bedeutet dies

für die amerikanischen Wähler?

Ist das ihnen nicht egal? Lohnen sich

die Mühe, der Geld- und Zeitaufwand?

Obama und seine Partei werden dies

bei den Zwischenwahlen herausfinden.

Und da die lautstarke Opposition

ihm bereits im Nacken sitzt,

weiß Obama, dass es nicht

leicht sein wird, Unterstützung und

Manövrierspielräume zu gewinnen.

Ich weiß, dass es für Obama nicht

ganz einfach ist, sich an den Kongress

zu wenden und zu sagen: Wir geben

ihnen eine Sicherheitsgarantie

und bieten diplomatische

Beziehungen an.

Er muss gegen eine große konservative

Strömung ankämpfen, das ist nicht einfach.

Wenn der Iran sich in die falsche Richtung bewegt,

wird er verantwortlich gemacht,

genau wie jeder Präsident.

Und ich würde wetten, dass der Iran

sich auch 2012 noch in die falsche

Richtung bewegen wird.

Manche denken, dass

Obamas Manöver

zu besseren Bedingungen für

Fortschritte auf anderen Gebieten führen.

Wenn einem ein wenig

Rüstungskontrolle gelingt,

gelangt man in einen "Engelskreis"

statt in einen Teufelskreis.

Doch im Grunde muss auf beiden

Seiten der Wunsch bestehen,

in ruhigere Gewässer mit

weniger Waffen zu gelangen.

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