Game, reset and good match?

Im April 2010 führte die Atlantische Initiative eine Expertenumfrage in Russland durch, um den Weg für die Beziehungen zwischen der NATO und Russland zu erkunden. Hier stellen wir die Ergebnisse vor.

An der Umfrage waren Teilnehmer aus Russland, von den einflussreichsten Denkfabriken des Landes eingestellte Experten für politische Analysen sowie Experten von Universitäten, Fachzeitschriften und Zeitungen beteiligt. An der von der NATO gesponserten Umfrage nahmen rund 47 Experten teil, darunter solche Koryphäen wie Dr. Panov von der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums und Prof. Dr. Zapesotsky von der Universität von St. Petersburg für Geisteswissenschaften und Soziale Wissenschaften.

Über die Hälfte der Experten glauben, dass den langfristigen strategischen Interessen Russlands am besten durch eine Zusammenarbeit auf möglichst hoher Ebene mit der NATO als bevorzugtem Partner gedient ist.

Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Strategiedenker Russlands eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland befürworten und weitgehend optimistisch sind, dass eine Vertiefung der Beziehungen zwischen der NATO und Russland herbeigeführt werden kann.

Über die Hälfte der Experten glauben, dass den langfristigen strategischen Interessen Russlands am besten durch eine Zusammenarbeit auf möglichst hoher Ebene mit der NATO als bevorzugtem Partner gedient ist. Einer von fünf Experten tritt sogar für eine NATO-Mitgliedschaft ein.

Zwei Drittel der Teilnehmer sind der Ansicht, dass engere Beziehungen zwischen der NATO und Russland von der weiteren Ausarbeitung des Vorschlags Medwedews für eine europäische Sicherheitsarchitektur abhängen.

Vier von zehn Experten denken, dass ein vertiefter Dialog innerhalb des NATO-Russland-Rates die wichtigste vertrauensbildende Maßnahme zur Verbesserung der Beziehungen ist.

Drei von vier Teilnehmern erwarten, dass eine gemeinsame Bewertung der Bedrohungen und Probleme, mit denen sowohl Russland als auch die NATO konfrontiert sind, zu besseren Beziehungen führen würde. Nur ein Viertel der Experten äußern sich kritisch zu diesem Punkt.

Vier von zehn Experten denken, dass ein vertiefter Dialog innerhalb des NATO-Russland-Rates die wichtigste vertrauensbildende Maßnahme zur Verbesserung der Beziehungen ist. Ein Fünftel nennt die Zusammenarbeit bei der Rüstungskontrolle eine Priorität.

Die beliebteste Empfehlung, die die Experten vorgebracht haben, um den NATO-Russland-Rat effektiver zu machen, besteht darin, die Agenda des Rates zu reduzieren und sich stärker auf praktische Bedenken zu konzentrieren.

Die neuen Herausforderungen umfassen Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus, islamischen Fundamentalismus, Cyberangriffe und Drogenhandel. Diese neuen Herausforderungen bilden eine gemeinsame Grundlage, auf der die NATO mit Russland zusammenarbeiten kann.

Die Experten sind in Bezug auf das neue Strategische Konzept der NATO etwa zu gleichen Teilen der Ansicht, dass die NATO russischen Stellungnahmen gegenüber offen beziehungsweise geschlossen gegenübersteht. Die meisten Teilnehmer vertreten jedoch keine feste Meinung oder sagen, dass ihnen ausreichende Informationen fehlen, um sich zu diesem Punkt zu äußern.

Auf die Frage, was die NATO bei der Ausarbeitung des neuen Strategischen Konzepts berücksichtigen sollte, betonten mehr als ein Drittel der Experten, dass die Interessen Russlands stärker berücksichtigt werden sollten. Etwa die gleiche Anzahl Teilnehmer weisen darauf hin, dass die NATO sich der Tatsache bewusst werden muss, dass die Sicherheitsbedrohungen nicht mehr herkömmlicher Art sind, und dass sie ihre Strategien entsprechend anpassen solle. Die neuen Herausforderungen umfassen Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus, islamischen Fundamentalismus, Cyberangriffe und Drogenhandel. Diese neuen Herausforderungen bilden eine gemeinsame Grundlage, auf der die NATO mit Russland zusammenarbeiten kann.

Auf die Frage, wie Russland davon überzeugt werden kann, dass die NATO nicht mehr gegen es gerichtet ist, befürworten nahezu die Hälfte der Teilnehmer einen Stopp der NATO-Erweiterung. Viele Experten brachten ihre Missbilligung der NATO-Osterweiterung in ihren Antworten auf unterschiedliche Fragen zum Ausdruck, obwohl dieses Thema nicht Teil der Umfrage war.

Wie wäre den langfristigen strategischen Interessen Russlands am besten gedient?

Welches ist die am meisten vertrauensbildende Maßnahme, die die NATO und Russland ergreifen sollten?

Gehen Sie davon aus, dass eine gemeinsame Bewertung der Bedrohungen und Risiken, mit denen sowohl Russland als auch die NATO konfrontiert sind, zu einer Verbesserung der Beziehungen beitragen wird?

Hängt eine bessere Beziehung zwischen Russland und der NATO davon ab, dass die Vorschläge von Präsident Medwedew betreffend einen neuen Sicherheitsvertrag weiterentwickelt werden?

Die NATO hat die Ausarbeitung ihres neuen Strategischen Konzepts in einem offenen Prozess begonnen, der es der russischen Strategiegemeinschaft ermöglichen wird, sich Gehör zu verschaffen. Wie empfänglich ist Ihres Erachtens die NATO bislang für russische Stellungnahmen?

Diesen Artikel mit anderen teilen:    DiggIt   MySpace   Facebook   Delicious   Permalink