SPRACHE
Übersetzungsbedingt geht die deutsche Ausgabe des NATO Briefs etwa zwei Wochen nach der englischen Fassung online.
Über den NATO Brief
Anweisungen zur Unterbreitung von Beiträgen
Urheberrechtliche Informationen
Das Redaktionsteam
 RSS
Diesen Artikel an einen Freund senden
NATO Brief abonnieren
  

Interview: Der dänische Verteidigungsminister Soren Gade

Get the Flash Player to see this player.

Der Verteidigungsminister von Dänemark, Soren Gade, beschreibt die dänische Sicht zu Fragen betreffend den Hohen Norden.

Hier äußert er sich zu der Frage, wie zivile und militärische Reaktionen zusammengeführt werden können, welche Rolle Grönland spielt und wie mit dem Thema Erdöl umzugehen ist.

Länge des Videos: 11:15 Minuten

 Untertitel: An / Aus

Søren Gade ist Verteidigungsminister von Dänemark.

NATO Brief traf ihn auf einer Konferenz zur Arktis in Reykjavik

im Januar und fragte ihn nach der dänischen Perspektive zu den Entwicklungen in der Region.

Wie ziehen Sie die Grenze zwischen zivilen und militärischen Fragen in der Arktis?

Es ist sehr, sehr schwierig, da ich als Verteidigungsminister

große Verantwortung für Grönland trage,

doch ein großer Teil dieser Verantwortung ist eigentlich ziviler Art.

In Dänemark haben wir es einfach, da ich für diese Aufgaben zuständig bin,

zivile Aufgaben werden also von den Streitkräften erledigt.

Ich selbst habe also kein Koordinierungsproblem, doch in vielen Ländern gibt es

Probleme bei der Koordinierung zwischen dem zivilen und dem militärischen Teil.

Stichwort Koordinierung: Wie schwierig ist es, die verschiedenen Herausforderungen

der Arktis zu koordinieren? Zum Beispiel die Energie und die Umwelt?

Eine sehr gute Frage. Heute haben wir die Arktis zwar im Blickfeld,

aber in einigen Jahren wird sie zu einem noch viel dringlicheren Thema werden.

Für mich ist dieses Seminar eine Art Neubeginn in der Diskussion über den Hohen Norden.

Wir sind mit vielen Problemen konfrontiert, nicht nur heute,

sondern mehr noch in den kommenden Jahren, wenn die Polkappen schrumpfen

und Ölfelder und dergleichen in der Arktis erschlossen werden können.

Dies wird ganz fraglos gefährlich sein.

Und fraglos werden viele ökologische Fragen aufgeworfen werden.

Wenn in diesem Bereich Verschiebungen stattfinden, wenn man beginnt,

Ölvorkommen in diesem Gebiet zu erforschen, hat dies ökologische Auswirkungen.

Obwohl alles getan wird, um die Umwelt zu schützen, wird es zu Problemen kommen.

Wir müssen uns um diese Probleme kümmern. Wir müssen festlegen,

was geschehen muss, wenn ein Schiff sinkt,

wenn es ein Ölleck gibt und so weiter.

Darauf gibt es keine einfache Antwort,

weil es Tausende Kilometer Küste gibt, und obwohl man dasselbe tut

wie in den heimischen Gewässern, ist es schwierig, das Öl zu beseitigen.

Die Umwelt dort ist sehr rau und es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen.

Und wir müssen unsere knappen Ressourcen zwischen den Staaten koordinieren,

die ein wirkliches Interesse an der Region haben. Und obwohl wir dies

zu 100 Prozent tun, können wir nicht alle Probleme lösen.

Ich möchte bereits heute warnen, dass es – obwohl wir unser Bestes geben -

zu Problemen kommen kann. Ein Schiff sinkt, wir können nicht alle Passagiere retten

oder wir können das Schiff nicht rechtzeitig erreichen… und in ökologischer Hinsicht,

obwohl wir alles geübt haben und

alles koordiniert haben, ist das Ölleck zu groß, wir kommen nicht damit zurecht.

Es gibt also viele Probleme, was uns aber nicht von Koordinierungsbemühungen abhalten soll.

Deshalb ist ein solches Seminar so wichtig, da wir aus vielen verschiedenen

Beiträgen viele unterschiedliche Standpunkte erfahren.

Die militärischen Vertreter, der Außenminister von Norwegen,

hielten sehr gute Reden zu diesen Fragen.

Es gibt also ein Publikum, ein großes Publikum.

Sogar viele meiner Kollegen und Fachleute aus Südeuropa sind hier.

Es ist also ein Problem und eine Herausforderung für uns alle.

Wie würden Sie das Niveau der derzeitigen Kooperation mit den Bündnispartnern beschreiben?

Ich denke nicht, dass die Zusammenarbeit weit genug geht. Da sind Verbesserungen möglich.

Auch auf militärischer Seite können wir Besseres leisten.

Ich glaube nicht, dass es Widerstand gegen mehr Zusammenarbeit gibt.

Wir müssen uns nur darüber klar werden, es zur Sprache bringen, wie wir dies heute tun.

In Dänemark arbeiten wir gut mit Island zusammen.

Wir haben ein Memorandum of Understanding.

Wir helfen einander beim Thema Such- und Rettungsaktionen.

Wir helfen einander… Die isländische Küstenwache und die

dänische Marine arbeiten sehr gut zusammen.

Wir versuchen, dies im Rahmen der skandinavischen Länder zu tun.

Doch wir können es immer noch besser machen.

In den nordischen Ländern führen wir noch Diskussionen darüber,

wie wir einander helfen können, wenn es in Skandinavien ein Ölleck gibt.

Dennoch müssen wir noch mehr in der Arktis tun

und wir müssen noch mehr mit unseren Freunden und Bündnispartnern in dieser Region tun.

Und natürlich mit Russland – Russland ist ein sehr wichtiger Partner in dieser Region.

Nachdem ich mit einigen Wissenschaftler hier in der Region gesprochen habe,

liegt es auf der Hand, dass wir nicht genug wissen.

Ist der Mangel an Kenntnissen über die Vorgänge im Hohen Norden

eine der größten Herausforderungen für die Region?

Ja. Es gibt viele Probleme, beispielsweise den gesetzlichen Rahmen.

Wer besitzt eigentlich das Gebiet? Es gibt da die Ilulissat-Erklärung, die

ich für eine sehr wichtige Erklärung halte.

Wir sind uns einig, dass dies alles in internationalem Recht geregelt werden sollte.

Dies ist ein guter Anfang, da es dann zu keinem Wettrüsten in dieser Region kommt

und man keine Truppen entsenden muss, um zu zeigen, dass das Gebiet einem gehört.

Dies ist sehr wichtig.

Aber weil es in dieser Region viel Öl geben kann,

haben viele Staaten einen Blick darauf geworfen,

weil man mit viel Öl sehr reich werden kann,

wenn es einem gehört und man es erschließen möchte.

Nicht beim aktuellen Ölpreis von $40 pro Barrel – aber bei $140 ist der Unterschied groß.

Also haben Sie ganz Recht, wir wissen nicht genug.

Wir investieren viel Geld in die Forschung auf diesem Gebiet.

Nicht nur in Dänemark, sondern alle Länder in dieser Region,

Russland, Kanada, USA, Norwegen, Dänemark, andere Länder,

alle investieren viel Geld, um Kenntnisse über diese sehr empfindliche Region zu erhalten.

Aber Sie haben absolut Recht, wir wissen noch nicht genug.

Besteht die Gefahr, dass es bei einigen Problemen nur um eine falsche Wahrnehmung

der Fragen und Themen des Hohen Nordens geht,

wobei vier der arktischen Länder NATO-Bündnispartner und das andere Land Russland ist?

Wir müssen gegen dieses Bild ankämpfen. Es geht nicht um die NATO gegen Russland.

Es ist aber schwierig. Als es sehr viel Eis dort gab und wir alle

dachten, dass es für die nächsten tausend Jahre da sein würde,

gab es kein großes Problem.

Heute aber gibt es ein Problem. Aber es geht nicht um die NATO gegen den Rest der Welt.

Auch deswegen ist es wichtig, dass es nicht um eine Neudefinition der Rolle der NATO geht.

Diese vier Länder in der NATO, dies ist ein militärisches Bündnis,

aber wir reden auch über vier Nationen

und wir benötigen Zusammenarbeit mit Russland und anderen Stakeholdern in dieser Region.

Wir müssen eine richtige Koordinierung sicherstellen.

Der Steuerzahler erwartet dies, ob in Russland oder in Dänemark,

denn letzten Endes wären wir alle von einer Katastrophe betroffen,

und sie kann von einem russischen oder einem dänischen Schiff ausgelöst werden.

Die Leute wären verärgert, wenn es keine korrekte Koordinierung gäbe.

Wir müssen dieses Thema also erörtern;

dies ist ein ganz wichtiger Teil – obwohl es schwierig ist.

Der Außenminister von Norwegen hat den Finger direkt

in die Wunde gelegt und gesagt, dass wir

gerade mit Russland darüber reden

und obwohl dies nur langsam voran geht, geht es in die richtige Richtung.

Hier wurde heute erwähnt, dass es gesunden und ungesunden Wettbewerb geben kann.

Was tun wir, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb gesund bleibt?

Jeder kann sehen, dass es am besten für alle ist,

für alle Länder und alle Parteien, wenn es eine Art Vereinbarung zu diesem Thema gibt.

Der Grund für die Ilulissat-Erklärung war ja,

dass es eine kleine Uneinigkeit mit Kanada gab.

Kanada fuhr zu einer kleinen Insel, der Hansen-Insel, und stellte eine kanadische Flagge auf.

Natürlich wäre es dumm, wenn ich eine Woche später hinführe und die dänische Flagge hisste.

Daher sagten wir uns, dass wir dieses Geld sparen könnten, und verabschiedeten diese Erklärung,

die besagte, dass die Frage durch internationales Recht zu lösen sei.

Ich glaube, dies ist ein guter Schritt, da es so zu keinem Wettrüsten in dieser Region kommt.

Wie sieht die spezifische Situation von Dänemark aus?

In Grönland wurde gerade eine Volksbefragung zum Thema Autonomie durchgeführt.

Inwieweit wird dies sich auf die Arktispolitik von Dänemark auswirken?

Wenn Grönland morgen seine Unabhängigkeit erklären möchte, kann es dies tun.

Dies ist nur ein... Grönland muss... es erhält kein Geld mehr von Dänemark.

Heute wird noch die Außenpolitik von Kopenhagen aus gesteuert,

aber für viele andere Bereiche ist das Volk von Grönland selbst zuständig.

Natürlich hat man in Grönland große Hoffnungen bezüglich der Erdölvorkommen usw.,

aber wir sind nicht... wir tragen noch immer Verantwortung.

Wir investieren immer noch viel in die Forschung.

Wir sind noch immer mit Militärbasen in Grönland präsent.

Wir inspizieren Fischerboote aus anderen Ländern und haben noch immer viele verschiedene

Aufgaben in Grönland; dies hat sich nicht geändert und wird sich

in den kommenden Jahren nicht ändern.

Sind ausreichende Ausrüstung und Ausbildung für die Problematik des Hohen Nordens vorhanden?

Wir haben unsere Schiffe dort oben und eine Station im südwestlichen Teil Grönlands.

Wir haben die Basis in Thule, die einer der Orte ist, die wir verwenden können,

einige Monate pro Jahr, falls die Eiskappe tatsächlich schrumpft.

Ich denke, wir sind vorbereitet. In einigen Monaten erscheint ein Weißbuch zur Verteidigung

und wir werden uns um dieses Problem kümmern, um sicherzustellen, alle Herausforderungen

gesehen zu haben, mit denen wir in den kommenden Jahr(zehnt)en konfrontiert sein werden

Herr Minister, danke für das Gespräch.

Vielen Dank.

Søren Gade ist Verteidigungsminister von Dänemark.

NATO Brief traf ihn auf einer Konferenz zur Arktis in Reykjavik

im Januar und fragte ihn nach der dänischen Perspektive zu den Entwicklungen in der Region.

Wie ziehen Sie die Grenze zwischen zivilen und militärischen Fragen in der Arktis?

Es ist sehr, sehr schwierig, da ich als Verteidigungsminister

große Verantwortung für Grönland trage,

doch ein großer Teil dieser Verantwortung ist eigentlich ziviler Art.

In Dänemark haben wir es einfach, da ich für diese Aufgaben zuständig bin,

zivile Aufgaben werden also von den Streitkräften erledigt.

Ich selbst habe also kein Koordinierungsproblem, doch in vielen Ländern gibt es

Probleme bei der Koordinierung zwischen dem zivilen und dem militärischen Teil.

Stichwort Koordinierung: Wie schwierig ist es, die verschiedenen Herausforderungen

der Arktis zu koordinieren? Zum Beispiel die Energie und die Umwelt?

Eine sehr gute Frage. Heute haben wir die Arktis zwar im Blickfeld,

aber in einigen Jahren wird sie zu einem noch viel dringlicheren Thema werden.

Für mich ist dieses Seminar eine Art Neubeginn in der Diskussion über den Hohen Norden.

Wir sind mit vielen Problemen konfrontiert, nicht nur heute,

sondern mehr noch in den kommenden Jahren, wenn die Polkappen schrumpfen

und Ölfelder und dergleichen in der Arktis erschlossen werden können.

Dies wird ganz fraglos gefährlich sein.

Und fraglos werden viele ökologische Fragen aufgeworfen werden.

Wenn in diesem Bereich Verschiebungen stattfinden, wenn man beginnt,

Ölvorkommen in diesem Gebiet zu erforschen, hat dies ökologische Auswirkungen.

Obwohl alles getan wird, um die Umwelt zu schützen, wird es zu Problemen kommen.

Wir müssen uns um diese Probleme kümmern. Wir müssen festlegen,

was geschehen muss, wenn ein Schiff sinkt,

wenn es ein Ölleck gibt und so weiter.

Darauf gibt es keine einfache Antwort,

weil es Tausende Kilometer Küste gibt, und obwohl man dasselbe tut

wie in den heimischen Gewässern, ist es schwierig, das Öl zu beseitigen.

Die Umwelt dort ist sehr rau und es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen.

Und wir müssen unsere knappen Ressourcen zwischen den Staaten koordinieren,

die ein wirkliches Interesse an der Region haben. Und obwohl wir dies

zu 100 Prozent tun, können wir nicht alle Probleme lösen.

Ich möchte bereits heute warnen, dass es – obwohl wir unser Bestes geben -

zu Problemen kommen kann. Ein Schiff sinkt, wir können nicht alle Passagiere retten

oder wir können das Schiff nicht rechtzeitig erreichen… und in ökologischer Hinsicht,

obwohl wir alles geübt haben und

alles koordiniert haben, ist das Ölleck zu groß, wir kommen nicht damit zurecht.

Es gibt also viele Probleme, was uns aber nicht von Koordinierungsbemühungen abhalten soll.

Deshalb ist ein solches Seminar so wichtig, da wir aus vielen verschiedenen

Beiträgen viele unterschiedliche Standpunkte erfahren.

Die militärischen Vertreter, der Außenminister von Norwegen,

hielten sehr gute Reden zu diesen Fragen.

Es gibt also ein Publikum, ein großes Publikum.

Sogar viele meiner Kollegen und Fachleute aus Südeuropa sind hier.

Es ist also ein Problem und eine Herausforderung für uns alle.

Wie würden Sie das Niveau der derzeitigen Kooperation mit den Bündnispartnern beschreiben?

Ich denke nicht, dass die Zusammenarbeit weit genug geht. Da sind Verbesserungen möglich.

Auch auf militärischer Seite können wir Besseres leisten.

Ich glaube nicht, dass es Widerstand gegen mehr Zusammenarbeit gibt.

Wir müssen uns nur darüber klar werden, es zur Sprache bringen, wie wir dies heute tun.

In Dänemark arbeiten wir gut mit Island zusammen.

Wir haben ein Memorandum of Understanding.

Wir helfen einander beim Thema Such- und Rettungsaktionen.

Wir helfen einander… Die isländische Küstenwache und die

dänische Marine arbeiten sehr gut zusammen.

Wir versuchen, dies im Rahmen der skandinavischen Länder zu tun.

Doch wir können es immer noch besser machen.

In den nordischen Ländern führen wir noch Diskussionen darüber,

wie wir einander helfen können, wenn es in Skandinavien ein Ölleck gibt.

Dennoch müssen wir noch mehr in der Arktis tun

und wir müssen noch mehr mit unseren Freunden und Bündnispartnern in dieser Region tun.

Und natürlich mit Russland – Russland ist ein sehr wichtiger Partner in dieser Region.

Nachdem ich mit einigen Wissenschaftler hier in der Region gesprochen habe,

liegt es auf der Hand, dass wir nicht genug wissen.

Ist der Mangel an Kenntnissen über die Vorgänge im Hohen Norden

eine der größten Herausforderungen für die Region?

Ja. Es gibt viele Probleme, beispielsweise den gesetzlichen Rahmen.

Wer besitzt eigentlich das Gebiet? Es gibt da die Ilulissat-Erklärung, die

ich für eine sehr wichtige Erklärung halte.

Wir sind uns einig, dass dies alles in internationalem Recht geregelt werden sollte.

Dies ist ein guter Anfang, da es dann zu keinem Wettrüsten in dieser Region kommt

und man keine Truppen entsenden muss, um zu zeigen, dass das Gebiet einem gehört.

Dies ist sehr wichtig.

Aber weil es in dieser Region viel Öl geben kann,

haben viele Staaten einen Blick darauf geworfen,

weil man mit viel Öl sehr reich werden kann,

wenn es einem gehört und man es erschließen möchte.

Nicht beim aktuellen Ölpreis von $40 pro Barrel – aber bei $140 ist der Unterschied groß.

Also haben Sie ganz Recht, wir wissen nicht genug.

Wir investieren viel Geld in die Forschung auf diesem Gebiet.

Nicht nur in Dänemark, sondern alle Länder in dieser Region,

Russland, Kanada, USA, Norwegen, Dänemark, andere Länder,

alle investieren viel Geld, um Kenntnisse über diese sehr empfindliche Region zu erhalten.

Aber Sie haben absolut Recht, wir wissen noch nicht genug.

Besteht die Gefahr, dass es bei einigen Problemen nur um eine falsche Wahrnehmung

der Fragen und Themen des Hohen Nordens geht,

wobei vier der arktischen Länder NATO-Bündnispartner und das andere Land Russland ist?

Wir müssen gegen dieses Bild ankämpfen. Es geht nicht um die NATO gegen Russland.

Es ist aber schwierig. Als es sehr viel Eis dort gab und wir alle

dachten, dass es für die nächsten tausend Jahre da sein würde,

gab es kein großes Problem.

Heute aber gibt es ein Problem. Aber es geht nicht um die NATO gegen den Rest der Welt.

Auch deswegen ist es wichtig, dass es nicht um eine Neudefinition der Rolle der NATO geht.

Diese vier Länder in der NATO, dies ist ein militärisches Bündnis,

aber wir reden auch über vier Nationen

und wir benötigen Zusammenarbeit mit Russland und anderen Stakeholdern in dieser Region.

Wir müssen eine richtige Koordinierung sicherstellen.

Der Steuerzahler erwartet dies, ob in Russland oder in Dänemark,

denn letzten Endes wären wir alle von einer Katastrophe betroffen,

und sie kann von einem russischen oder einem dänischen Schiff ausgelöst werden.

Die Leute wären verärgert, wenn es keine korrekte Koordinierung gäbe.

Wir müssen dieses Thema also erörtern;

dies ist ein ganz wichtiger Teil – obwohl es schwierig ist.

Der Außenminister von Norwegen hat den Finger direkt

in die Wunde gelegt und gesagt, dass wir

gerade mit Russland darüber reden

und obwohl dies nur langsam voran geht, geht es in die richtige Richtung.

Hier wurde heute erwähnt, dass es gesunden und ungesunden Wettbewerb geben kann.

Was tun wir, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb gesund bleibt?

Jeder kann sehen, dass es am besten für alle ist,

für alle Länder und alle Parteien, wenn es eine Art Vereinbarung zu diesem Thema gibt.

Der Grund für die Ilulissat-Erklärung war ja,

dass es eine kleine Uneinigkeit mit Kanada gab.

Kanada fuhr zu einer kleinen Insel, der Hansen-Insel, und stellte eine kanadische Flagge auf.

Natürlich wäre es dumm, wenn ich eine Woche später hinführe und die dänische Flagge hisste.

Daher sagten wir uns, dass wir dieses Geld sparen könnten, und verabschiedeten diese Erklärung,

die besagte, dass die Frage durch internationales Recht zu lösen sei.

Ich glaube, dies ist ein guter Schritt, da es so zu keinem Wettrüsten in dieser Region kommt.

Wie sieht die spezifische Situation von Dänemark aus?

In Grönland wurde gerade eine Volksbefragung zum Thema Autonomie durchgeführt.

Inwieweit wird dies sich auf die Arktispolitik von Dänemark auswirken?

Wenn Grönland morgen seine Unabhängigkeit erklären möchte, kann es dies tun.

Dies ist nur ein... Grönland muss... es erhält kein Geld mehr von Dänemark.

Heute wird noch die Außenpolitik von Kopenhagen aus gesteuert,

aber für viele andere Bereiche ist das Volk von Grönland selbst zuständig.

Natürlich hat man in Grönland große Hoffnungen bezüglich der Erdölvorkommen usw.,

aber wir sind nicht... wir tragen noch immer Verantwortung.

Wir investieren immer noch viel in die Forschung.

Wir sind noch immer mit Militärbasen in Grönland präsent.

Wir inspizieren Fischerboote aus anderen Ländern und haben noch immer viele verschiedene

Aufgaben in Grönland; dies hat sich nicht geändert und wird sich

in den kommenden Jahren nicht ändern.

Sind ausreichende Ausrüstung und Ausbildung für die Problematik des Hohen Nordens vorhanden?

Wir haben unsere Schiffe dort oben und eine Station im südwestlichen Teil Grönlands.

Wir haben die Basis in Thule, die einer der Orte ist, die wir verwenden können,

einige Monate pro Jahr, falls die Eiskappe tatsächlich schrumpft.

Ich denke, wir sind vorbereitet. In einigen Monaten erscheint ein Weißbuch zur Verteidigung

und wir werden uns um dieses Problem kümmern, um sicherzustellen, alle Herausforderungen

gesehen zu haben, mit denen wir in den kommenden Jahr(zehnt)en konfrontiert sein werden

Herr Minister, danke für das Gespräch.

Vielen Dank.

Diesen Artikel mit anderen teilen:    DiggIt   MySpace   Facebook   Delicious   Permalink