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Unter dem Eis der Welt...

Der Hohe Norden - warum ist er wichtig?

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NATO Brief untersucht, warum der Hohe Norden plötzlich ein so vorrangiges Thema geworden ist: wie Änderungen dort sich auf die Suche nach Erdöl und -gas auswirken, wie wichtige neue Seerouten entstehen und welche Auswirkungen dies auf die Fischerei und die Umwelt hat. Daneben wird analysiert, welche politischen Auswirkungen möglich sind. Dieses Video enthält Interviews mit führenden Politikern, Wissenschaftlern und hochrangigen NATO-Militärmitarbeitern.

Länge des Videos: 15 Minuten

 Untertitel: An / Aus

PAUL KING (Herausgeber, NATO Brief): Der Hohe Norden.

Ein Ort wie kein anderer in dieser Welt.

Hier findet der Klimawandel mindestens doppelt so schnell wie anderswo statt.

Aufgrund zunehmender Kohlenstoffemissionen schmilzt das Eis.

Wenn das Eis schmilzt, wird weniger der Sonnenstrahlung reflektiert,

wodurch sich die Erde noch weiter erwärmt.

Der Hohe Norden ist einer der besten Indikatoren dafür, was mit dem Planeten geschieht,

und die dort stattfindenden Veränderungen werden dramatische Auswirkungen haben.

ADMIRAL GIAMPAOLO DI PAOLA (Vorsitzender des NATO-Militärausschusses): Gewissermaßen

ist es ein revolutionärer Wandel, der potenziell im Hohen Norden stattfinden kann.

SØREN GADE (Danish Minister of Defence): Heute haben wir den Hohen Norden zwar im Blickfeld,

doch in einigen Jahren wird er zu einem noch viel dringlicheren Thema werden.

UNBEKANNT: Sondertruppen richten Beobachtungsposten und Stellungen für Maschinengewehre ein.

KING: Zurzeit würden nur wenige Leute eine Verbindung zwischen den Vorgängen

im Hohen Norden und Nachrichten wie diesen herstellen.

UNBEKANNT: Aber niemand weiß, ob oder wann die Piraten zuschlagen werden.

UNBEKANNT: Diese Männer sind Mitglieder der niederländischen Version der SAS.

Sie sind für Operationen zur Terrorismusbekämpfung geschult.

Sie bereiten sich gerade auf somalische Piraten vor.

KING: Durch das schmelzende Eis eröffnen sich aber auch neue arktische Seerouten für Schiffe.

So können sie es vermeiden, von Piraten kontrollierte Gewässer zu durchfahren.

UNBEKANNT: ...auf der Fregatte De Ruyter vor der somalischen Küste.

UNBEKANNT: Über 80 Prozent der russischen Gasexporte nach...

KING: Auch hier würden nur wenige eine direkte Verbindung mit dieser Nachricht sehen.

UNBEKANNT: Und an diesem kältesten Wintertag wurden drei von ihnen abgesperrt.

Die Versorgung von Bosnien wurde also um 25 Prozent gekürzt, die von Rumänien um 75 Prozent,

während die Lieferungen nach Österreich um 90 Prozent reduziert wurden.

KING: Aber mehrere Länder glauben, dass es gewaltige Erdöl- und Gasvorkommen

unter dem schmelzenden Eis der Arktis vorhanden sind.

Falls dies korrekt ist, dürfte sich die Energielandschaft in Europa radikal wandeln.

Dr. Arni Snorasson ist Leiter des Meteorologischen Amts von Island.

Er hat die Auswirkungen des Klimawandels aus erster Hand beobachtet.

DR. ARNI SNORASSON (Leiter des Meteorologischen Amts von Island): Es gibt viele Bereiche,

in denen wir Veränderungen feststellen.

Die nachhaltigsten Veränderungen finden wohl an den hiesigen Gletschersystemen statt.

Der größte Gletscher von Europa befindet sich in Island. Er ist fast 10.000 km2 groß

und wir haben gute Beweise, dass er in den vergangenen 10 Jahren massiv geschrumpft ist.

Viele der Gletscher haben sich in den vergangenen Jahren um mehrere 100 Meter zurückgezogen.

Die Masse nimmt dabei um fünf bis zehn Prozent ab.

KING: Eines der zentralen Themen, die im Hohen Norden zu lösen sind, ist das Meer.

Zurzeit gibt es eine gewaltige Eismasse um den Nordpol, die jedoch rapide schmilzt.

Sobald dies zu schiffbarem Meer geworden ist, stellt sich die Frage, wer diese Seewege besitzt.

Gegenwärtig ist die UN-Seerechtskonvention die wichtigste Gesetzgebung zu dieser Frage.

Sie besagt, dass ein Streifen von 200 km vor der Küste eines Landes diesem Land gehört.

Bleibt die Frage, was mit dem Rest des Meeres geschieht.

Begreiflicherweise stützt sich ein großer Teil des neuen Interesses am Hohen Norden

auf die potenziellen Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Wegen möglicher Vorkommen, die unter vormals undurchdringlichen Eisschichten

liegen, hat die Region großes Interesse auf sich gelenkt.

SØREN GADE (Dänischer Verteidigungsminister): Weil es in dieser Region

viel Erdöl geben kann, ist sie für alle Nationen sehr interessant,

weil man sehr reich werden kann, wenn es viel Erdöl gibt,

das man besitzt und gewinnen kann.

Nicht beim aktuellen Ölpreis von $40 pro Barrel, aber bei $140 ist der Unterschied groß.

KING: Doch diese Vorkommen sind nur Schätzungen. Selbst wenn es sie gibt,

werden bessere Technologien und Methoden benötigt, um sie abzubauen.

SNORASSON: Ja, das wird ein großes technologisches Problem sein,

aber natürlich verbessern sich die Möglichkeiten, je mehr das Eis schmilzt.

KING: Die Diskussion über die Energiesituation hier im Hohen Norden drehte sich um

die möglichen Vorkommen unter dem nun schmelzenden Eis.

Diese Erdöl-/Gasvorkommen könnten bis zu 20 % der weltweit unentdeckten Vorkommen ausmachen.

Sogar Island hat jüngst begonnen, seine Nordküste auf Erdölvorkommen zu untersuchen.

Allerdings ist die Lage im Energiebereich wesentlich komplizierter.

Wenn die Polkappen immer weiter schmilzen, gibt es mehr Wasser,

das für Wasserkraftwerke genutzt werden kann.

Durch die geänderten Fischwanderungen gibt es größere Biomasse-Möglichkeiten.

Und die Fischerei ist ein weiterer Bereich, der die Auswirkungen des Klimawandels spürt,

was wirtschaftliche und politische Folgen haben kann.

JÓHANN SIGURJÓNSSON (Generaldirektor des Instituts für Meeresforschungs von Island):

Wir sehen, dass hochmarine Bestände zwischen Zonen wandern, wenn sich die Bedingungen ändern.

Die Seebestände zeigen sehr deutlich, was im Zuge des Klimawandels geschehen kann.

Ein Fischbestand, der für Island in diesem Jahr verfügbar ist, kann in den kommenden Jahren

aufgrund der Wanderungen der Fischbestände weniger verfügbar sein.

KING: Mancher denkt vielleicht, dass Streitigkeiten über die Fischrechte im Hohen Norden

weniger wichtig sind als Streitigkeiten. Dem ist aber nicht so.

Streitigkeiten über Fischrechte haben in der Vergangenheit zu großen Konflikten geführt

und auch heute noch gibt es kleinere diesbezügliche Streitfälle -

sogar zwischen miteinander befreundeten Nationen.

Das Problem bei der Entscheidung über die Fischrechte liegt in der verwendeten Methode.

Manche Länder bevorzugen eine Zoneneinteilung.

Dies bedeutet, dass ihnen eine bestimmte Zone als Fischfangzone zugeteilt wird.

Das Problem hierbei ist, dass es im Zuge des Klimawandels und der geänderten Fischwanderungen

keine Garantie gibt, dass diese Fische auch im folgenden Jahr in dieser Zone sein werden.

Andere Länder bevorzugen hingegen historische Fangmengen.

Das heißt, sie haben in der Vergangenheit eine bestimmte Menge gefangen

und ihnen sollte daher dieselbe Menge in Zukunft garantiert werden.

Bei dieser Methode besteht das Problem, dass manche Länder möglichst viele

Fische fangen möchten, was zu Überfischung führen kann -

und sogar zur Ausrottung eines Bestands.

Ein weiteres Problem und eine weitere Gelegenheit in der Region besteht in der Frage,

wie die neuen, kürzeren Transportwege dort oben am besten genutzt werden können.

GENERAL JOHN CRADDOCK (NATO-Oberbefehlshaber Europa):

Der Vorteil, der sich durch diese kürzeren Routen ergibt, diese kürzeren Strecken,

wird Reedereien und Handelsschiffe aus aller Welt anlocken.

Neben der NATO und Russland werden viele weitere Parteien Interesse bekunden,

ich sehe daher eine globale Auswirkung mit globaler Reichweite und weltweiten Kontakten.

KING: Je mehr Eis schmilzt, desto mehr Seerouten eröffnen sich und diese neuen Seerouten

könnten für Geschäftsunternehmen von größter Bedeutung sein.

Sie könnten manche ihrer Routen um mindestens die Hälfte verkürzen.

Dies führt jedoch zu einigen Fragen: Welchen Schiffen wird die Nutzung welcher Routen erlaubt?

Wer zahlt wem welche Gebühren? Und wer kümmert sich um potenzielle Unfälle?

Eine solche Entwicklung verdeutlicht, wie militärische und zivile Seiten zusammenarbeiten

müssen, um entstehende Probleme im Hohen Norden zu lösen.

JONAS GAHR STØRE (Norwegischer Außenminister): Keine der Herausforderungen

ist rein militärischer Natur. Es sind zivile/militärische Herausforderungen.

Wir müssen also unsere Kapazitäten prüfen,

sowohl auf ziviler wie auch auf militärischer Seite.

In Bezug auf die Überwachung beispielsweise,

die für diese großen Ozeangebiete erforderlich ist, die sich nun öffnen,

müssen wir neben einer militärischen auch auf eine zivile Überwachung setzen,

z. B. eine meteorologische Überwachung, und wir müssen dies zusammenbringen.

CRADDOCK: Ich denke, es gibt zwei Aspekte der Zusammenarbeit.

Zum einen die interne Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses

zwischen den Nationen aus der militärischen Perspektive.

Der andere, wesentlich umfangreichere Aspekt

betrifft die Zusammenarbeit zwischen der zivilen Seefahrt und der militärischen Seite,

und ich glaube, dass dort große Möglichkeiten für die Zukunft schlummern.

KING: Die wohl größte Zusammenarbeit wird die Wissenschaft betreffen.

ADMIRAL GIAMPAOLO DI PAOLA (Vorsitzender des NATO-Militärausschusses):

Die Wissenschaft kann uns helfen, die Art des Wandels ins rechte Licht zu rücken.

Falls wirklich geschieht, was manche Leute vorhersagen, so wird dies eine große physikalische

und somit auch politische Revolution bedeuten.

STØRE: Die Wissenschaft spielt eine Schlüsselrolle für die Erforschung der Energievorkommen.

Haben wir ausreichende Kenntnisse im Sicherheitsbereich, um uns in neue Gewässer zu begeben?

Wir befinden uns in einer Region, in der wir vieles noch nicht wissen.

KING: Aber die wissenschaftliche Zusammenarbeit allein wird nicht aureichen.

Weitere Investitionen in die Erforschung der Entwicklungen im Hohen Norden sind erforderlich.

SNORASSON: Ich habe beispielsweise ein Projekt über die Hydrologie der Arktis

und die Überwachung der arktischen Hydrologie geleitet.

Es ist deutlich, dass die Beobachtungssysteme nicht ausreichen.

Sie reichen bei weitem nicht für die anstehenden Probleme aus.

Und ich denke, dass dies für viele wissenschaftliche Beobachtungen gilt.

Sie sind nicht ausreichend für eine wirkliche Bewertung

der Veränderungen, die jüngst stattgefunden haben.

KING: Um zu einem besseren Verständnis zu gelangen,

muss das Hindernis der nationalen Interessen überwunden werden.

SNORASSON: Es ist immer schwierig, Informationen von den nationalen

Behörden zu erhalten, insbesondere zu Ressourcen und zu ressourcenspezifischen Themen.

KING: Und die nationalen Interessen beschränken sich nicht auf die Wissenschaft.

Sie können sich auf den militärischen Bereich erstrecken.

CRADDOCK: Wir müssen eine Inventur machen und dann festlegen, was wir tun müssen,

was von uns verlangt werden wird. Sodann müssen wir prüfen, ob die

für die NATO bereitgestellten Bestände angemessen sind?

Denn wenn Nation X zehn hat und fünf zusagt, hat diese Nation ein nationales Interesse,

welches sie zurückbehalten möchte, statt es dem Bündnis verfügbar zu machen.

KING: Was im Hohen Norden geschieht, bleibt nicht im Hohen Norden.

Die Auswirkungen der Veränderungen werden weltweit zu spüren sein.

Viele Kommentare zeigen, dass die Fragen des Hohen Nordens nicht auf die Arktis begrenzt sind

oder auf die fünf Länder, die an die Region angrenzen. Es sind globale Fragen.

Das erkennt man an dem Interesse, das den hiesigen Entwicklungen geschenkt wird.

Dieses Interesse besteht in Ländern wie China, Japan und sogar Indien.

Teile der Technologie, die jetzt in der Arktis verwendet werden,

stammen aus Ländern wie Südkorea.

Island ist ein hervorragendes Beispiel zur Verdeutlichung der globalen Aspekte.

Dort treffen die tektonischen Platten von Nordamerika und Europa aufeinander.

Dies bedeutet also, dass ich nun noch in Europa stehe – und nun bereits in Nordamerika.

Denken Sie, dass der Hohe Norden ein globales Problem ist?

STØRE: Gute Frage. Der Arktisrat umfasst die arktischen Küstenstaaten

plus Finnland, Schweden und Island.

Was aber in der Arktis auf dem Spiel steht, ist ein globales Thema, wie Sie schon sagten.

Das ist faszinierend.

Hier in der NATO reden wir von der Unteilbarkeit der Sicherheit.

Dies ist eine geografische Vorstellung, dass wir sicherheitspolitisch im selben Boot sitzen.

Wir sehen die Unteilbarkeit der Sicherheit zunehmend auch unter einem thematischen Blickwinkel.

Bei der globalen Erwärmung geht es um wechselseitige Abhängigkeit, wo man sich auch befindet.

DI PAOLA: Einerseits ist es richtig, dass die NATO über ihre Rolle in diesem Problem nachdenkt.

Andererseits, falls wir uns zu stark auf die NATO konzentrieren, laufen wir Gefahr,

ein NATO-Russland-Problem zu schaffen und somit eine militärische Sicherheitsbedrohung.

Wir sollten das Thema daher ausweiten, denn wenn man nicht nur Russland beteiligt,

sondern auch China beteiligt, Japan beteiligt, Korea hinzuzieht und

Indien beteiligt, so merkt man sofort, dass dies

keine militärische NATO-Russland-Konfrontation im Norden ist, wie anderweitig gehabt.

KING: Trotz einiger Schlagzeilen war die Zusammenarbeit zwischen Russland

und den NATO-Staaten im Hohen Norden relativ gut.

Im Juli 2008 beispielsweise führten norwegische und russische Matrosen

eine gemeinsame U-Boot-Rettungsübung in der Nordsee durch.

STØRE: Wir müssen nun anerkennen, dass die Zeiten sich geändert haben.

Die meisten Risiken können nun nicht

von einem Staat allein oder vom Militär allein gelöst werden.

Es sind zivile/militärische, grenzüberschreitende Probleme, und Norwegen ist der Ansicht,

dass Russland für viele dieser Risiken ein Teil der Lösung statt ein Teil des Problems ist.

CRADDOCK: Durch das gesamte Spektrum hindurch ist die militärische

Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland wichtig. Dies ist eine Facette.

Natürlich haben sie im Laufe der Jahre umfangreiche Erfahrungen gesammelt,

und wenn politisch das Nötige getan wird, um die militärische Zusammenarbeit fortzusetzen,

insbesondere in diesem Bereich, so würden wir uns darauf freuen.

KING: Man kann nicht einfach den Hintergrund des russischen Interesses an der Arktis ausblenden

Russland hat bereits seine Flagge auf dem Meeresboden unter dem Nordpol aufgestellt

und verfolgt offensichtlich eigene Interessen in der Region.

DI PAOLA: Welches sind die Interessen von Russland?

Nun, die Interessen von Russland sind dieselben wie die der anderen Staaten.

Sie wollen diese Interessen anders durchsetzen, doch die Interessen sind exakt dieselben.

STØRE: Russland hat eine große Kapazität im Norden, hatte immer eine strategische Kapazität.

Nun modernisiert es seine Flotte, seine Flugzeuge und nimmt seine Aktivität wieder auf.

Wir sehen dies nicht als etwas, das primär

gegen eine einzelne Gruppe von Ländern oder gegen ein einzelnes Land gerichtet ist.

Aber es ist eine Methode für Russland, wieder Präsenz zu zeigen.

Wir müssen dies sehr sorgfältig beobachten und müssen entsprechend reagieren.

Aber nicht indem wir das Potenzial für eine militärische Konfrontation aufstocken,

weil es keine militärische Lösung für die Herausforderungen gibt, vor denen wir stehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das meiste von dem was Russland in seinem Teil der Arktis

erreichen möchte, großen Nutzen aus Zusammenarbeit und niedriger Spannung ziehen wird.

CRADDOCK: Es gibt Spielraum für Vereinbarungen hier, so dass wir keine

„schwarzen Löcher“ in der Arktis haben. Die Situation ist allen bekannt.

Dies ist ein Schlüsselaspekt. Und wie bereits gesagt, wir brauchen nicht überall zu sein,

aber wir möchten wissen, was überall vor sich geht.

KING: Einige der Positionen, Fakten und Zahlen hier im Hohen Norden sind weiterhin unbekannt,

doch es scheint, dass alle zumindest in einem Punkt einig sind.

Alle hoffen auf eine Lösung, die ein wenig wie eine Blaue Lagune ist,

sowohl natürlich als auch im Interesse aller Parteien.

DI PAOLA: Wir müssen ein militärisches Imponiergehabe in der Arktis vermeiden.

Dies müssen wir vermeiden. Und wir müssen vermeiden zu sagen:

Oh, hier baut jemand etwas auf, also müssen wir auch etwas aufbauen,

was schließlich zu einer Reaktion führt, einer Gegenreaktion, und bevor man sich umsehen hat,

befindet man sich schon in einer Art Wettrüsten. Dies brauchen wir nicht.

STØRE: Die Herausforderung bei alledem besteht darin,

dass es höchste Zeit ist, mit geringer Spannung über den Hohen Norden zu reden.

PAUL KING (Herausgeber, NATO Brief): Der Hohe Norden.

Ein Ort wie kein anderer in dieser Welt.

Hier findet der Klimawandel mindestens doppelt so schnell wie anderswo statt.

Aufgrund zunehmender Kohlenstoffemissionen schmilzt das Eis.

Wenn das Eis schmilzt, wird weniger der Sonnenstrahlung reflektiert,

wodurch sich die Erde noch weiter erwärmt.

Der Hohe Norden ist einer der besten Indikatoren dafür, was mit dem Planeten geschieht,

und die dort stattfindenden Veränderungen werden dramatische Auswirkungen haben.

ADMIRAL GIAMPAOLO DI PAOLA (Vorsitzender des NATO-Militärausschusses): Gewissermaßen

ist es ein revolutionärer Wandel, der potenziell im Hohen Norden stattfinden kann.

SØREN GADE (Danish Minister of Defence): Heute haben wir den Hohen Norden zwar im Blickfeld,

doch in einigen Jahren wird er zu einem noch viel dringlicheren Thema werden.

UNBEKANNT: Sondertruppen richten Beobachtungsposten und Stellungen für Maschinengewehre ein.

KING: Zurzeit würden nur wenige Leute eine Verbindung zwischen den Vorgängen

im Hohen Norden und Nachrichten wie diesen herstellen.

UNBEKANNT: Aber niemand weiß, ob oder wann die Piraten zuschlagen werden.

UNBEKANNT: Diese Männer sind Mitglieder der niederländischen Version der SAS.

Sie sind für Operationen zur Terrorismusbekämpfung geschult.

Sie bereiten sich gerade auf somalische Piraten vor.

KING: Durch das schmelzende Eis eröffnen sich aber auch neue arktische Seerouten für Schiffe.

So können sie es vermeiden, von Piraten kontrollierte Gewässer zu durchfahren.

UNBEKANNT: ...auf der Fregatte De Ruyter vor der somalischen Küste.

UNBEKANNT: Über 80 Prozent der russischen Gasexporte nach...

KING: Auch hier würden nur wenige eine direkte Verbindung mit dieser Nachricht sehen.

UNBEKANNT: Und an diesem kältesten Wintertag wurden drei von ihnen abgesperrt.

Die Versorgung von Bosnien wurde also um 25 Prozent gekürzt, die von Rumänien um 75 Prozent,

während die Lieferungen nach Österreich um 90 Prozent reduziert wurden.

KING: Aber mehrere Länder glauben, dass es gewaltige Erdöl- und Gasvorkommen

unter dem schmelzenden Eis der Arktis vorhanden sind.

Falls dies korrekt ist, dürfte sich die Energielandschaft in Europa radikal wandeln.

Dr. Arni Snorasson ist Leiter des Meteorologischen Amts von Island.

Er hat die Auswirkungen des Klimawandels aus erster Hand beobachtet.

DR. ARNI SNORASSON (Leiter des Meteorologischen Amts von Island): Es gibt viele Bereiche,

in denen wir Veränderungen feststellen.

Die nachhaltigsten Veränderungen finden wohl an den hiesigen Gletschersystemen statt.

Der größte Gletscher von Europa befindet sich in Island. Er ist fast 10.000 km2 groß

und wir haben gute Beweise, dass er in den vergangenen 10 Jahren massiv geschrumpft ist.

Viele der Gletscher haben sich in den vergangenen Jahren um mehrere 100 Meter zurückgezogen.

Die Masse nimmt dabei um fünf bis zehn Prozent ab.

KING: Eines der zentralen Themen, die im Hohen Norden zu lösen sind, ist das Meer.

Zurzeit gibt es eine gewaltige Eismasse um den Nordpol, die jedoch rapide schmilzt.

Sobald dies zu schiffbarem Meer geworden ist, stellt sich die Frage, wer diese Seewege besitzt.

Gegenwärtig ist die UN-Seerechtskonvention die wichtigste Gesetzgebung zu dieser Frage.

Sie besagt, dass ein Streifen von 200 km vor der Küste eines Landes diesem Land gehört.

Bleibt die Frage, was mit dem Rest des Meeres geschieht.

Begreiflicherweise stützt sich ein großer Teil des neuen Interesses am Hohen Norden

auf die potenziellen Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Wegen möglicher Vorkommen, die unter vormals undurchdringlichen Eisschichten

liegen, hat die Region großes Interesse auf sich gelenkt.

SØREN GADE (Dänischer Verteidigungsminister): Weil es in dieser Region

viel Erdöl geben kann, ist sie für alle Nationen sehr interessant,

weil man sehr reich werden kann, wenn es viel Erdöl gibt,

das man besitzt und gewinnen kann.

Nicht beim aktuellen Ölpreis von $40 pro Barrel, aber bei $140 ist der Unterschied groß.

KING: Doch diese Vorkommen sind nur Schätzungen. Selbst wenn es sie gibt,

werden bessere Technologien und Methoden benötigt, um sie abzubauen.

SNORASSON: Ja, das wird ein großes technologisches Problem sein,

aber natürlich verbessern sich die Möglichkeiten, je mehr das Eis schmilzt.

KING: Die Diskussion über die Energiesituation hier im Hohen Norden drehte sich um

die möglichen Vorkommen unter dem nun schmelzenden Eis.

Diese Erdöl-/Gasvorkommen könnten bis zu 20 % der weltweit unentdeckten Vorkommen ausmachen.

Sogar Island hat jüngst begonnen, seine Nordküste auf Erdölvorkommen zu untersuchen.

Allerdings ist die Lage im Energiebereich wesentlich komplizierter.

Wenn die Polkappen immer weiter schmilzen, gibt es mehr Wasser,

das für Wasserkraftwerke genutzt werden kann.

Durch die geänderten Fischwanderungen gibt es größere Biomasse-Möglichkeiten.

Und die Fischerei ist ein weiterer Bereich, der die Auswirkungen des Klimawandels spürt,

was wirtschaftliche und politische Folgen haben kann.

JÓHANN SIGURJÓNSSON (Generaldirektor des Instituts für Meeresforschungs von Island):

Wir sehen, dass hochmarine Bestände zwischen Zonen wandern, wenn sich die Bedingungen ändern.

Die Seebestände zeigen sehr deutlich, was im Zuge des Klimawandels geschehen kann.

Ein Fischbestand, der für Island in diesem Jahr verfügbar ist, kann in den kommenden Jahren

aufgrund der Wanderungen der Fischbestände weniger verfügbar sein.

KING: Mancher denkt vielleicht, dass Streitigkeiten über die Fischrechte im Hohen Norden

weniger wichtig sind als Streitigkeiten. Dem ist aber nicht so.

Streitigkeiten über Fischrechte haben in der Vergangenheit zu großen Konflikten geführt

und auch heute noch gibt es kleinere diesbezügliche Streitfälle -

sogar zwischen miteinander befreundeten Nationen.

Das Problem bei der Entscheidung über die Fischrechte liegt in der verwendeten Methode.

Manche Länder bevorzugen eine Zoneneinteilung.

Dies bedeutet, dass ihnen eine bestimmte Zone als Fischfangzone zugeteilt wird.

Das Problem hierbei ist, dass es im Zuge des Klimawandels und der geänderten Fischwanderungen

keine Garantie gibt, dass diese Fische auch im folgenden Jahr in dieser Zone sein werden.

Andere Länder bevorzugen hingegen historische Fangmengen.

Das heißt, sie haben in der Vergangenheit eine bestimmte Menge gefangen

und ihnen sollte daher dieselbe Menge in Zukunft garantiert werden.

Bei dieser Methode besteht das Problem, dass manche Länder möglichst viele

Fische fangen möchten, was zu Überfischung führen kann -

und sogar zur Ausrottung eines Bestands.

Ein weiteres Problem und eine weitere Gelegenheit in der Region besteht in der Frage,

wie die neuen, kürzeren Transportwege dort oben am besten genutzt werden können.

GENERAL JOHN CRADDOCK (NATO-Oberbefehlshaber Europa):

Der Vorteil, der sich durch diese kürzeren Routen ergibt, diese kürzeren Strecken,

wird Reedereien und Handelsschiffe aus aller Welt anlocken.

Neben der NATO und Russland werden viele weitere Parteien Interesse bekunden,

ich sehe daher eine globale Auswirkung mit globaler Reichweite und weltweiten Kontakten.

KING: Je mehr Eis schmilzt, desto mehr Seerouten eröffnen sich und diese neuen Seerouten

könnten für Geschäftsunternehmen von größter Bedeutung sein.

Sie könnten manche ihrer Routen um mindestens die Hälfte verkürzen.

Dies führt jedoch zu einigen Fragen: Welchen Schiffen wird die Nutzung welcher Routen erlaubt?

Wer zahlt wem welche Gebühren? Und wer kümmert sich um potenzielle Unfälle?

Eine solche Entwicklung verdeutlicht, wie militärische und zivile Seiten zusammenarbeiten

müssen, um entstehende Probleme im Hohen Norden zu lösen.

JONAS GAHR STØRE (Norwegischer Außenminister): Keine der Herausforderungen

ist rein militärischer Natur. Es sind zivile/militärische Herausforderungen.

Wir müssen also unsere Kapazitäten prüfen,

sowohl auf ziviler wie auch auf militärischer Seite.

In Bezug auf die Überwachung beispielsweise,

die für diese großen Ozeangebiete erforderlich ist, die sich nun öffnen,

müssen wir neben einer militärischen auch auf eine zivile Überwachung setzen,

z. B. eine meteorologische Überwachung, und wir müssen dies zusammenbringen.

CRADDOCK: Ich denke, es gibt zwei Aspekte der Zusammenarbeit.

Zum einen die interne Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses

zwischen den Nationen aus der militärischen Perspektive.

Der andere, wesentlich umfangreichere Aspekt

betrifft die Zusammenarbeit zwischen der zivilen Seefahrt und der militärischen Seite,

und ich glaube, dass dort große Möglichkeiten für die Zukunft schlummern.

KING: Die wohl größte Zusammenarbeit wird die Wissenschaft betreffen.

ADMIRAL GIAMPAOLO DI PAOLA (Vorsitzender des NATO-Militärausschusses):

Die Wissenschaft kann uns helfen, die Art des Wandels ins rechte Licht zu rücken.

Falls wirklich geschieht, was manche Leute vorhersagen, so wird dies eine große physikalische

und somit auch politische Revolution bedeuten.

STØRE: Die Wissenschaft spielt eine Schlüsselrolle für die Erforschung der Energievorkommen.

Haben wir ausreichende Kenntnisse im Sicherheitsbereich, um uns in neue Gewässer zu begeben?

Wir befinden uns in einer Region, in der wir vieles noch nicht wissen.

KING: Aber die wissenschaftliche Zusammenarbeit allein wird nicht aureichen.

Weitere Investitionen in die Erforschung der Entwicklungen im Hohen Norden sind erforderlich.

SNORASSON: Ich habe beispielsweise ein Projekt über die Hydrologie der Arktis

und die Überwachung der arktischen Hydrologie geleitet.

Es ist deutlich, dass die Beobachtungssysteme nicht ausreichen.

Sie reichen bei weitem nicht für die anstehenden Probleme aus.

Und ich denke, dass dies für viele wissenschaftliche Beobachtungen gilt.

Sie sind nicht ausreichend für eine wirkliche Bewertung

der Veränderungen, die jüngst stattgefunden haben.

KING: Um zu einem besseren Verständnis zu gelangen,

muss das Hindernis der nationalen Interessen überwunden werden.

SNORASSON: Es ist immer schwierig, Informationen von den nationalen

Behörden zu erhalten, insbesondere zu Ressourcen und zu ressourcenspezifischen Themen.

KING: Und die nationalen Interessen beschränken sich nicht auf die Wissenschaft.

Sie können sich auf den militärischen Bereich erstrecken.

CRADDOCK: Wir müssen eine Inventur machen und dann festlegen, was wir tun müssen,

was von uns verlangt werden wird. Sodann müssen wir prüfen, ob die

für die NATO bereitgestellten Bestände angemessen sind?

Denn wenn Nation X zehn hat und fünf zusagt, hat diese Nation ein nationales Interesse,

welches sie zurückbehalten möchte, statt es dem Bündnis verfügbar zu machen.

KING: Was im Hohen Norden geschieht, bleibt nicht im Hohen Norden.

Die Auswirkungen der Veränderungen werden weltweit zu spüren sein.

Viele Kommentare zeigen, dass die Fragen des Hohen Nordens nicht auf die Arktis begrenzt sind

oder auf die fünf Länder, die an die Region angrenzen. Es sind globale Fragen.

Das erkennt man an dem Interesse, das den hiesigen Entwicklungen geschenkt wird.

Dieses Interesse besteht in Ländern wie China, Japan und sogar Indien.

Teile der Technologie, die jetzt in der Arktis verwendet werden,

stammen aus Ländern wie Südkorea.

Island ist ein hervorragendes Beispiel zur Verdeutlichung der globalen Aspekte.

Dort treffen die tektonischen Platten von Nordamerika und Europa aufeinander.

Dies bedeutet also, dass ich nun noch in Europa stehe – und nun bereits in Nordamerika.

Denken Sie, dass der Hohe Norden ein globales Problem ist?

STØRE: Gute Frage. Der Arktisrat umfasst die arktischen Küstenstaaten

plus Finnland, Schweden und Island.

Was aber in der Arktis auf dem Spiel steht, ist ein globales Thema, wie Sie schon sagten.

Das ist faszinierend.

Hier in der NATO reden wir von der Unteilbarkeit der Sicherheit.

Dies ist eine geografische Vorstellung, dass wir sicherheitspolitisch im selben Boot sitzen.

Wir sehen die Unteilbarkeit der Sicherheit zunehmend auch unter einem thematischen Blickwinkel.

Bei der globalen Erwärmung geht es um wechselseitige Abhängigkeit, wo man sich auch befindet.

DI PAOLA: Einerseits ist es richtig, dass die NATO über ihre Rolle in diesem Problem nachdenkt.

Andererseits, falls wir uns zu stark auf die NATO konzentrieren, laufen wir Gefahr,

ein NATO-Russland-Problem zu schaffen und somit eine militärische Sicherheitsbedrohung.

Wir sollten das Thema daher ausweiten, denn wenn man nicht nur Russland beteiligt,

sondern auch China beteiligt, Japan beteiligt, Korea hinzuzieht und

Indien beteiligt, so merkt man sofort, dass dies

keine militärische NATO-Russland-Konfrontation im Norden ist, wie anderweitig gehabt.

KING: Trotz einiger Schlagzeilen war die Zusammenarbeit zwischen Russland

und den NATO-Staaten im Hohen Norden relativ gut.

Im Juli 2008 beispielsweise führten norwegische und russische Matrosen

eine gemeinsame U-Boot-Rettungsübung in der Nordsee durch.

STØRE: Wir müssen nun anerkennen, dass die Zeiten sich geändert haben.

Die meisten Risiken können nun nicht

von einem Staat allein oder vom Militär allein gelöst werden.

Es sind zivile/militärische, grenzüberschreitende Probleme, und Norwegen ist der Ansicht,

dass Russland für viele dieser Risiken ein Teil der Lösung statt ein Teil des Problems ist.

CRADDOCK: Durch das gesamte Spektrum hindurch ist die militärische

Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland wichtig. Dies ist eine Facette.

Natürlich haben sie im Laufe der Jahre umfangreiche Erfahrungen gesammelt,

und wenn politisch das Nötige getan wird, um die militärische Zusammenarbeit fortzusetzen,

insbesondere in diesem Bereich, so würden wir uns darauf freuen.

KING: Man kann nicht einfach den Hintergrund des russischen Interesses an der Arktis ausblenden

Russland hat bereits seine Flagge auf dem Meeresboden unter dem Nordpol aufgestellt

und verfolgt offensichtlich eigene Interessen in der Region.

DI PAOLA: Welches sind die Interessen von Russland?

Nun, die Interessen von Russland sind dieselben wie die der anderen Staaten.

Sie wollen diese Interessen anders durchsetzen, doch die Interessen sind exakt dieselben.

STØRE: Russland hat eine große Kapazität im Norden, hatte immer eine strategische Kapazität.

Nun modernisiert es seine Flotte, seine Flugzeuge und nimmt seine Aktivität wieder auf.

Wir sehen dies nicht als etwas, das primär

gegen eine einzelne Gruppe von Ländern oder gegen ein einzelnes Land gerichtet ist.

Aber es ist eine Methode für Russland, wieder Präsenz zu zeigen.

Wir müssen dies sehr sorgfältig beobachten und müssen entsprechend reagieren.

Aber nicht indem wir das Potenzial für eine militärische Konfrontation aufstocken,

weil es keine militärische Lösung für die Herausforderungen gibt, vor denen wir stehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das meiste von dem was Russland in seinem Teil der Arktis

erreichen möchte, großen Nutzen aus Zusammenarbeit und niedriger Spannung ziehen wird.

CRADDOCK: Es gibt Spielraum für Vereinbarungen hier, so dass wir keine

„schwarzen Löcher“ in der Arktis haben. Die Situation ist allen bekannt.

Dies ist ein Schlüsselaspekt. Und wie bereits gesagt, wir brauchen nicht überall zu sein,

aber wir möchten wissen, was überall vor sich geht.

KING: Einige der Positionen, Fakten und Zahlen hier im Hohen Norden sind weiterhin unbekannt,

doch es scheint, dass alle zumindest in einem Punkt einig sind.

Alle hoffen auf eine Lösung, die ein wenig wie eine Blaue Lagune ist,

sowohl natürlich als auch im Interesse aller Parteien.

DI PAOLA: Wir müssen ein militärisches Imponiergehabe in der Arktis vermeiden.

Dies müssen wir vermeiden. Und wir müssen vermeiden zu sagen:

Oh, hier baut jemand etwas auf, also müssen wir auch etwas aufbauen,

was schließlich zu einer Reaktion führt, einer Gegenreaktion, und bevor man sich umsehen hat,

befindet man sich schon in einer Art Wettrüsten. Dies brauchen wir nicht.

STØRE: Die Herausforderung bei alledem besteht darin,

dass es höchste Zeit ist, mit geringer Spannung über den Hohen Norden zu reden.

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