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Vorwort

Eine der größten Veränderungen, die sich seit dem Ende des Kalten Krieges im Hinblick auf die Aktivitäten der NATO ergeben haben, betrifft die Art und Weise, auf die sich das Bündnis um den Aufbau effizienter Partnerschaften mit anderen internationalen Institutionen und mit Staaten von zentraler Bedeutung bemüht, um sowohl für seine Mitglieder als auch für die Welt insgesamt ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Nach dem 11. September erhielten diese Bemühungen zusätzliche Dynamik und einen gewissen Dringlichkeitscharakter, und ihre Bedeutung für die NATO wurde letztes Jahr auf dem Prager Gipfel besonders hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund analysiert die vorliegende Ausgabe des NATO Briefs mit dem Titel Die strategischen Partnerschaften der NATO viele der wichtigsten Beziehungen des Bündnisses. Im ersten von vier Artikeln zu diesem Thema untersuche ich, wie die NATO seit dem Ende des Kalten Krieges Beziehungen zu anderen internationalen Organisationen und zu Staaten von zentraler Bedeutung entwickelt hat. Julian Lindley-French vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik analysiert die Aussichten für die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der NATO, und Pol De Witte von der NATO-Abteilung für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik erläutert in einem kürzeren Beitrag, welche Fortschritte diese entscheidend wichtigen Beziehungen seit der Verabschiedung der bahnbrechenden Erklärung der EU und der NATO über die ESVP, d.h. seit Dezember 2002, gemacht haben. Paul Fritch, ebenfalls von der NATO-Abteilung für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, untersucht die Entwicklung der Beziehungen zwischen der NATO und Russland, und Rolf Welberts vom Informationsbüro der NATO in Moskau beschreibt kurz die Probleme und Schwierigkeiten, die sich für einen Vertreter der NATO in Russland ergeben. James Sherr vom Zentrum für Konfliktforschung in Camberley, England, befasst sich dann aus der Perspektive der Verteidigungsreform mit den Beziehungen zwischen der NATO und der Ukraine.

Unter der Rubrik Debatte erörtern Fraser Cameron vom European Policy Centre in Brüssel und Andrew Moravcsik von der Harvarduniversität, ob die Europäische Union über die gleichen Fähigkeiten verfügen sollte wie die NATO. In einem seiner seltenen Interviews erläutert General Konstantin Wasiljewitsch Totzki, der erste russische Botschafter, der ausschließlich bei der NATO akkreditiert ist, die Hoffnungen und Befürchtungen Moskaus im Hinblick auf die Zukunft der Beziehungen zwischen der NATO und Russland. Petr Lunak von der NATO-Abteilung für "Public Diplomacy" bespricht und vergleicht die Memoiren Strobe Talbotts, Boris Jelzins und Jewgeni Primakows, und Zuqian Zhang vom Shanghaier Institut für Internationale Studien untersucht die Möglichkeiten für engere Beziehungen zwischen China und der NATO. Schließlich erläutert Luftwaffengeneral Andrew Vallance (SHAPE), wie die Kommandostruktur der NATO im Hinblick auf die Sicherheitserfordernisse des 21. Jahrhunderts umgestaltet worden ist.

Christopher Bennett