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Vorwort

Die vorliegende Ausgabe des NATO Briefs konzentriert sich auf die nun im Vorfeld des Prager Gipfels geführte Debatte über die Modernisierung der NATO. Unter dem Titel Die Umgestaltung des Bündnisses wird in dieser Ausgabe untersucht, wie sich die NATO mit Blick auf die Sicherheitsaufgaben des 21. Jahrhunderts weiterentwickeln sollte. Im ersten der insgesamt vier Artikel, die sich mit diesem Thema befassen, erörtert Günther Altenburg, Beigeordneter NATO-Generalsekretär mit Zuständigkeit für die Abteilung Politische Angelegenheiten, wie das Bündnis Krisen in seiner bisherigen Geschichte bewältigt hat und wie sich dies auf die derzeitige Debatte auswirkt. Marc Grossman, der als Staatssekretär im amerikanischen Außenministerium mit politischen Fragen befasst ist, erläutert dagegen die Bündnisvision Washingtons. Zwei europäische Experten - der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, General Klaus Naumann, und der Leiter des Pariser Centre français sur les Etats-Unis, Guillaume Parmentier - legen schließlich ihre Ansichten dazu dar, wie sich das Bündnis durch Reformen erneuern sollte.

Unter der Rubrik Debatte erörtern Daniel S. Hamilton, Leiter des Zentrums für transatlantische Studien der Johns-Hopkins-Universität, und Sir Timothy Garden vom Zentrum für Verteidigungsstudien am King's College in London, ob die neue Aufgabe der NATO in der Bekämpfung des Terrorismus bestehen sollte. Ich selber rezensiere zwei kürzlich erschienene Bücher über Gerichtshöfe für Verfahren gegen Kriegsverbrecher, und der kroatische NATO-Botschafter Anton Tus erklärt in einem Interview, warum sein Land dem Aktionsplan zur Mitgliedschaft beigetreten ist. Die Kurzbeiträge befassen sich mit einem innovativen Ansatz für den Englischunterricht von Friedenstruppen sowie mit einem NATO-Wissenschaftsprojekt zum Problem der zunehmenden Verwundbarkeit der vernetzten Gesellschaft. Nach der Errichtung des neuen NATO-Russland-Rates untersucht Paul Fritch von der NATO-Abteilung Politische Angelegenheiten die Aussichten für dieses neue Gremium, während Robert G. Bell, Beigeordneter NATO-Generalsekretär mit Zuständigkeit für die Abteilung Verteidigungsunterstützung, die Herausforderungen analysiert, mit denen das Bündnis auf dem Gebiet der Rüstungszusammenarbeit konfrontiert ist. Den Schluss dieser Ausgabe bilden statistische Angaben zu den Verteidigungsausgaben und zum militärischen Personal.

Christopher Bennett